Nordrhein-Westfälische Senioren-Hallenmeisterschaften
Die Coronapandemie machte im Januar der Durchführung der Meisterschaften einen Strich durch die Rechnung. Schließlich konnte ein Ersatztermin gefunden werden, allerdings nur eintägig. Zu berücksichtigen waren feste Belegungen und Reservierungen des umgebenden Geländes wegen anderer Veranstaltungen.
Der Verzicht auf die 3.000-m-Läufe ermöglichte es, die Wettkämpfe auf den Samstag zu beschränken. Das Planungsteam schaffte es sogar, im Gegensatz zu manchen früheren Meisterschaften, 60-m-Hürdenläufe und den Stabhochsprung anzubieten. Bei 800 m wurden anrechenbare 400-m-Zeiten gemessen.
Es nahmen trotz der kurzfristigen Ausschreibung und trotz der Notwendigkeit der Vorlage eines aktuell negativen Corona-Testergebnisses immerhin 176 Athlet*innen teil.
Teilnehmer an den Europameisterschaften vor einer Woche
Angereist war auch eine Reihe erfolgreicher Teilnehmer der Europameisterschaften in Braga, die am 27. Februar endeten. Zu diesen gehörten die Stabhochsprungspezialisten und frischen Europameister Thomas Ritte (M40: EM 4,50), Wolfgang Ritte (M65: EM 3,60) und Ute Ritte (W70: EM 2,30), alle LAV Bayer Uerdingen/Dormagen. In Düsseldorf lagen ihre Sprunghöhen ein wenig niedriger als in Braga.
Dreisprungspezialist Martin Baranzke (M55, Team Voreifel) belegte bei den EM im Dreisprung mit 10,14 m Platz 6 und im Weitsprung mit 4,72 m Platz 8. Auch er blieb in Düsseldorf knapp unter seinen Weiten in Braga.
Sprinter Winfried Heckner (M70, STV Hünxe) reiste aus Braga mit der Bronzemedaille in der deutschen 4x200m-M70-Staffel nach Hause. Bei den EM hatte er sich im 60-m-Lauf für das Finale qualifiziert und belegt mit 9,34 Platz 7. Bei den NRW-Meisterschaften beschränkte er sich auf die 200 Meter.
Rainer Görtz (M80, ASV Süchteln) wurde in Braga zweimal Vizeeuropameister: Im Kugelstoß (10,20 m) und im Stabhochsprung (2,00 m). Diese Leistung ist umso bemerkenswerter einzuschätzen, da beide Wettkämpfe parallel stattfanden. So wechselte Rainer Görtz von Stoß zu Sprung regelmäßig zwischen beiden Wettkampfstätten. In Düsseldorf war er zwar gemeldet, fühlte sich aber noch ein wenig müde nach der Reise aus Portugal. So beschränkte er sich auf die Zuschauerrolle.
Starke Leistungen
Die Beteiligung war zwar nicht so hoch wie in vorigen Jahren, doch zeichneten sich die Meisterschaften durch hohe Klasse aus.
Jan Serner (M45, Dürener TV) beeindruckte beispielsweise durch die Sprunghöhe 1,70 m. Frauke Viebahn (W60, DJK Blau-Weiß Annen) schaffte 1,45 m und Wolfgang Hirt (M75, LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) erreichte eine Höhe von 1,32 m. Alfred Achtelik (M60, FC Nordkirchen) überquerte im Stabhochsprung 3,85 m. Im Weitsprung überflog Hans Hubert Ollmanns (M60, SC Myhl) mit 5,10 m die 5-m-Marke.Weitsprung. Gleiches gelang Aurica Zucht (W40) mit 5,14 m im Weitsprung. Zusätzlich sicherte sie sich den Meistertitel im Dreisprung mit der Weite 11,14 m.
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Weiterer Bericht von Jörg Reckemeier.