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U23-DM: Sieben Titel für LVN-Aktive

Montag, 02. Juli 2018 16:10
Harald Koken

Die EM-Norm für Berlin durch die Leverkusener Sprinterin Jennifer Montag sowie viele weitere gute Leistungen haben aus Sicht des LV Nordrhein die Deutschen U23-Meisterschaften in Heilbronn geprägt. Insgesamt holten LVN-Aktive sieben Titel und 14 Medaillen.

Jennifer Montag erfuhr erst Minuten nach dem Zieleinlauf und dem Meistertitel über 100 Meter von dem geknackten Richtwert für Berlin. 11,37 Sekunden wurden angezeigt, auf 11,33 Sekunden wurde die Zeit schließlich noch korrigiert. „Das ist der Wahnsinn“, sagte die 20-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen. „Ich bin nicht so gut in das Jahr hereingekommen, aber die Norm war immer ein Ziel.“ Nach einem schwierigen Winter mit vielen Wehwechen und Krankheiten scheint der Sommer nun umso besser werden zu können für die Athletin von Hans-Jörg Thomaskamp.

Jessie Maduka (ART Düsseldorf) war nach dem Wettkampf zufrieden. Die alte und neue Deutsche U23-Meisterin im Dreisprung stand in der Mixedzone und plauderte munter und gut gelaunt drauf los, sprach von einem „super Wettkampf mit vielen guten Sprüngen“, davon, dass „das Positive überwiege“. Sie gab allerdings auch zu, dass sie sich später, wenn sie zu Hause ist, sicherlich ärgern werde. Ärgern, weil sie die Norm für die Heim-EM in Berlin um einen Zentimeter verpasst hat. Sie hatte eine Superserie gezeigt, war viermal 13,69 Meter und mehr gesprungen, zweimal über 13,80, im besten Versuch 13,89 Meter, aber eben keine 13,90 Meter, keine EM-Norm. Jessie Maduka nahm das Verfehlen der Norm sportlich. „Ich habe noch ein, zwei Chancen, ich kann die Norm also noch springen. Den einen Zentimeter werde ich jetzt auch noch in Angriff nehmen.“ Mitnehmen kann sie von den Deutschen U23-Meisterschaften, dass sie die Marke drauf hat – vor allem, wenn sie bessere Windbedingungen als in Heilbronn hat.

Bo Kanda Lita Baehre fit für die U20-WM
Erst 5,70 Meter waren für Bo Kanda Lita Baehre zu hoch: Der 19-Jährige vom TSV Bayer 04 Leverkusen war auch bei der U23-DM der Überflieger und verteidigte seinen Vorjahrestitel mit 5,55 Meter. „Es war mein letzter Wettkampf vor der U20-WM und ich kann sagen, dass ich fit bin“, sagte der Athlet von Christine Adams. „Bei 5,70 Meter hatte ich ein bisschen Pech, da hat der Wind gestört“, so der Leverkusener. Erst 48 Stunden zuvor aus den USA heimgekehrt, gab Speerwerfer Nils Fischer (TSV Bayer 04 Leverkusen) eine souveräne Vorstellung. Im fünften Durchgang zog er voll durch und katapultierte sein Arbeitsgerät auf 75,70 Meter. „Ich bin sehr zufrieden, auch weil da noch mehr drin ist“, erklärte der Athlet von Ingrid Thyßen.

Über 800 Meter versuchte Sarah Schmidt (TSV Bayer 04 Leverkusen), im Alleingang zur EM-Norm (2:01,50 min) zu laufen. Sie ging beherzt an, lag lange auf Kurs, auf den letzten Metern verlor sie bei Gegenwind allerdings viel Zeit. „Ich bin unter den Bedingungen zufrieden“, sagte die Deutsche U23-Meisterin nach ihren 2:03,58 Minuten. Sie wird noch die eine oder andere Chance haben, die Norm zu knacken. Guten Mutes ist sie jedenfalls: „Ich muss es nur laufen, traue es mir zu“, sagte Schmidt, die im diesem Jahr schon 2:02,23 Minuten erzielt hat.

Die 3x800-Meter-Staffel des ASV Köln lief deutlich vorneweg und holte in 6:38,39 Minuten den Titel. Eine klare Sache für das LT DSHS Köln (3:47,31 min) war, nachdem Schlussläuferin Nelly Schmidt ihre Spikes nach dem 400-Meter-Finale wiedergefunden hatte, die Entscheidung über 4x400 Meter. Einzeln schafften Laura Marx (54,40 sec) und Nelly Schmidt (54,73 sec) Silber und Bronze.

Sina Mai Holthuijsen (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) schleuderte den Hammer auf 62,29 Meter, was wie 2017 den Vize-Meistertitel brachte. Zehnkämpfer Niklas Ransiek (TSV Bayer 04 Leverkusen; 14,47 sec) erkämpfte über 110 Meter Hürden Silber. Stabhochspringerin Ria Möllers (TSV Bayer 04 Leverkusen) bewältigte 4,25 Meter und landete wie im letzten Jahr auf Platz zwei. Der „heranfliegende“ Frederik Ruppert (SC Myhl LA; 1:51,01 min) heimste über 800 Meter Bronze ein. Speerwerferin Gwendolyn Fuchs (TSV Bayer 04 Leverkusen) wiederholte mit 48,38 Metern ihren dritten Platz aus dem Vorjahr.