Leichtathletik-Verband Nordrhein e.V.

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Top-Athleten des LV Nordrhein überzeugen in schwierigen Zeiten bei der Hallen-DM

Montag, 22. Februar 2021 16:40
Tobias Rüttgers

Ganz besondere Deutsche Hallenmeisterschaften fanden am vergangenen Wochenende in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle statt. In enger Zusammenarbeit hatte der DLV mit der Stadt Dortmund ein schlüssiges Hygienekonzept erarbeitet, welches überhaupt erst die Durchführung in dieser schwierigen Pandemie-Zeit ermöglichte. Hierzu zählten PCR-Tests aller beteiligten maximal drei Tage vor der Veranstaltung und ein weiterer Schnelltest unmittelbar vor Betreten der Halle. Zuschauer waren in Dortmund nicht zugelassen, aber der DLV setzte die Athleten auch so über einen Livestream gut in Szene, so dass man die Durchführung und Präsentation in dieser für alle schwierigen Zeit als gelungen bezeichnen darf.

Dreimal ging der Deutsche Meistertitel an Athleten aus dem Nordrhein
Emotional dabei sicher der Titel von Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen): Nach Jahren voller Enttäuschung mit gesundheitlichen Rückschlägen (u.a. zwei Fußoperationen) überraschte die 800m-Läuferin bereits im letzten „Corona-Sommer“ mit einem fulminanten Comeback über ihre Paradestrecke als sie in Braunschweig für viele völlig überraschend den Deutschen Vizemeistertitel holte. Seit drei Jahren hatte die Dormagenerin keine Hallenrennen mehr absolviert. Mit ihrem langjährigen Coach „Willi“ Jungbluth wurde vorher die Taktik für Dortmund besprochen 150m vor dem Ziel einen harten Spurt anzuziehen. Diesem konnte am Sonntag in Dortmund keiner der Konkurrentinnen folgen. In 2:03,06min blieb die sympathische Athletin dabei in einem Rennen ohne Pacemaker nur die Winzigkeit von 0,06sek über der Norm für die Hallen-Europameisterschaften. Wahrscheinlich wird der DLV sie im März nicht mit nach Polen nehmen können, obwohl es ihr sicher jeder gönnen würde. Seit Jahren schon in keinem Bundeskader mehr, zählte sie zu den Athletinnen, die sicher in der Vorbereitung einiges improvisieren mussten. Aber auch so wird das Team um Spill sicher ein wenig feiern. Hierzu zählt auch Athletiktrainer Peter Kurowski, der neben Jungbluth ebenso lang eine feste Konstante in Spills Umfeld ist. Und wer weiß es schon: Sollten die olympischen Spiele im Sommer 2021 stattfinden gibt es noch weitere Ziele. Und auch der Deutsche Freiluft-Meistertitel lockt noch.

Und auch der zweite Titel für den Nordrhein ging an eine Athletin, die schon länger kein Bundeskader mehr gesehen hat. Alexandra Plaza (LT DSHS Köln) gewann für viele ebenso überraschend den Hochsprung der Frauen mit 1,86m. Vor ein paar Jahren mit dem Leistungssport aufgehört, hatte die Kölnerin irgendwann einfach noch einmal „Bock zu springen“ und ließ es wieder ein bisschen ernster werden. Der Deutsche Hallenmeistertitel sollte zeigen, was man mit Spaß und einer gesunden Ernsthaftigkeit vieles erreichen kann. Der dritte Titel für den LVN war dann schon einer, den man erwarten durfte. Im Stabhochsprung sollten die beiden Leverkusener Trainingspartner Torben Blech und Bo Kanda Lita Baehre den Titel unter sich ausmachen. Mit 5,72m zu 5,62m ging der Sieg an Blech vor Lita Baehre.

TSV Bayer 04 Leverkusen überzeugt mit weiteren Medaillengewinnern
Drei weitere Vizemeister und zwei Bronzemedaillen gingen ebenfalls alle an Athleten des TSV Bayer 04 Leverkusen: Jennifer Montag (60m Frauen, Silber in 7,19s), Sarah Schmidt (800m Frauen, Silber in 2:04,07min), Louisa Grauvogel (60m Hürden Frauen, Silber in 8,21s), Christoph Garritsen (Dreisprung Männer, Bronze mit 15,58m) und Ria Möllers (Stabhochsprung Frauen, Bronze mit 4,31m).