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Stabhochsprung-Elite startet mit neuen Impulsen in die WM-Saison

Montag, 05. November 2018 12:20
Harald Koken

Neue Akzente setzen und sich Anregungen bei Experten aus anderen Sportarten holen – das war eine Facette des dreitägigen Lehrganges, mit dem die Stabhochsprung-Kader des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) in Leverkusen die Vorbereitung auf die nächstjährige WM-Saison in Angriff genommen haben. Zu den Referenten gehörten Beachvolleyball-Coach Jürgen Wagner und Physiotherapeut Roman Jahoda.

Neben trainingsmethodischen Inhalten standen Fachvorträge, Workshops und Gespräche auf dem Programm der sogenannten „Team-Tage“, an denen auch Ex-Weltmeister Raphael Holzdeppe (LAZ Zweibrücken), die zweifache Vize-Europameisterin Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen) und die Deutschen Meister Bo Kanda Lita-Baehre (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Jacqueline Otchere (MTG Mannheim) sowie Jugend-Olympiasiegerin Leni Freyja Wildgrube (SC Potsdam) teilnahmen.

Bleibende Eindrücke hinterließ unter anderem Referent Jürgen Wagner. Der Beachvolleyball-Coach führte Jonas Reckermann und Julius Brink 2012 zum Olympiasieg, wiederholte 2016 den Triumph mit Laura Ludwig und Kira Walkenhorst und erkämpfte mit ihnen später auch den Weltmeister-Titel. Der Diplom-Sportlehrer und -Trainer aus Moers schilderte seine Erfahrungen im Bereich Erfolgsplanung, insbesondere in der Vorbereitung auf Olympische Spiele.

„Misserfolg kann erfolgsfördernd sein“

„Wer sich keine hohen Ziele setzt, wird nie einen Schritt nach vorn machen“, erläuterte der 53-Jährige seine Trainingsphilosophie. Erfolg entstehe durch harte Arbeit, wobei ein zwischenzeitlicher Misserfolg durchaus auch erfolgsfördernd sein könne. Häufig laufe es nicht so wie geplant, oft komme es anders als gewollt. Entscheidend sei, wie der Athlet und sein Team mit der veränderten Lage umgehen.

Konkret auf das Stabhochsprung-Training zugeschnittene Koordinations- und Stabilisationsübungen rückte der renommierte Physiotherapeut Roman Jahoda aus Salzburg (Österreich) in den Mittelpunkt seiner theoretischen und praktischen Ausführungen. Der 41-jährige Ex-Judoka hat unter anderem als Fitnesstrainer mit UEFA-Schiedsrichtern und mit Formel 1-Pilot Ralf Schumacher gearbeitet und ist gewissermaßen als Weltreisender in Sachen Fitness unterwegs.

Per Videoanalyse wurden die EM-Finals von Berlin Revue passieren gelassen. Neben teambildenden Maßnahmen unter Anleitung von DLV-Psychologe Sebastian Debnar-Daumler standen unter anderem auch Technikeinheiten auf dem Programm. Turnen und Basketball rundeten die Team-Tage ab. Der weltweit einzigartige Leverkusener Stabhochsprung-Messplatz konnte diesmal nicht genutzt werden, da die Fritz-Jacobi-Halle zurzeit saniert wird.