Leichtathletik-Verband Nordrhein

Vier Titel bei Jugend-Winterwurf-DM

Aktive aus dem Einzugsbereich des LV Nordrhein haben bei der Jugend-Winterwurf-DM in Wattenscheid und Dortmund vier Titel geholt. Die Leichlinger Hammerwurf-Asse Michelle Döpke und Marc Okun setzten sich ebenso durch wie die Speerwerfer Fabienne Schönig (Wipperfürth) und Fabian Strehlau (Mönchengladbach).

 

Michelle Döpke hat bei der Deutschen Jugend-Winterwurfmeisterschaft In Wattenscheid quasi in einer eigenen Liga agiert und gleich drei große Ziele erreicht: Titel, Länderkampfberufung und Aussichten auf eine Reise nach Bydgoszcz (Polen). Ausschlaggebend: Die 18-Jährige aus Erkelenz, seit Jahren für den Leichlinger TV aktiv, schleuderte das Vier-Kilo-Gerät im zweiten Versuch auf 59,76 Meter und somit soweit wie nie. Den seit Juli letzten Jahres bestehenden Hausrekord steigerte sie um1,54 Meter, also deutlich. Mit einer stabilen Serie fuhr die mehrfache nationale U18-Titelträgerin souverän den Titel der bundesweiten U20-Besten ein, brachte sich aber auch schon für eine Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft in Position. Die vom DLV geforderte Mindestleistung überbot die angehende Kauffrau für Büromanagement jedenfalls um 26 Zentimeter. Das lange ersehnte Debüt im Nationaltrikot findet bereits am nächsten Samstag (27. Februar) beim Winterwurf-Länderkampf in Padova (Italien) statt. Mit mehr als sechs Metern Vorsprung fiel der Sieg in Wattenscheid allzu deutlich aus. "Und das, obwohl ich in den letzten Tagen wegen einer Erkältung das Training nicht richtig durchziehen konnte und auch hintenheraus noch nicht alles gelungen ist", erklärte der Schützling von Kurt Benner. "Die 60 Meter sind also mehr als fällig."

 

Ihr Klubkollege Marc Okun sicherte sich ebenfalls den Titel. Der U18-WM-Teilnehmer, in dieser Saison schon mit 66,16 Metern gelistet, erzielte seine Siegesweite von 63,25 Metern gleich zweimal: In Runde vier und sechs schlug sein Hammer nach derselben Entfernung ein.

 

Sie trainiert bei jedem Wetter. Das hat sich nun einmal mehr ausgezahlt. Bei Sturm und Regen trotzte Fabienne Schönig (LG Wipperfürth) jedenfalls den schlechten Bedingungen und katapultierte den Speer auf starke 52,33 Meter. Damit konnte sie bereits ihren achten Meistertitel in der Jugendklasse einfahren – im Sommer könnte Nummer neun folgen. „Die Weite war ziemlich gut für die Verhältnisse“, erklärte die Zweite der Olympischen Jugendspiele von Nanjing (China) – auch dort hatte es geregnet. „Ich trainiere mit Absicht bei jedem Wetter, damit ich auch bei jedem Wettkampf gut werfen kann.“ So fällt die Technik-Einheit auch bei Hagel nicht aus. „Die coolste Sau gewinnt heute“, hatte ihr Trainer vor dem Wettkampf noch per SMS geschrieben und wohl Recht behalten. Im Sommer will sie die 55-Meter-Marke übertreffen und zur U20-WM fahren.

 

U18-Speerwerfer Fabian Strehlau (LAZ Mönchengladbach) hat sich gegen die Konkurrenz mit vier Metern Vorsprung durchgesetzt. Der Achte des vorjährigen Europäischen Olympischen Jugendfestivals machte schon im ersten Versuch alles klar. Mit 64,84 Metern verwies der Saisonbeste seine Kontrahenten auf die Plätze. „Bei den nassen Bedingungen bin ich eigentlich ganz zufrieden, obwohl es zum Ende schlechter wurde“, sagte Fabian Strehlau. Im Sommer soll der Speer für ihn noch weiter fliegen: „Natürlich peile ich eine Bestleistung an und möchte mir auch im Stadion den Meistertitel holen – dann vor heimischer Kulisse im Rheydter Grenzlandstadion.

 

Im Diskuswurf gingen Silber und Bronze gingen an die beiden Düsseldorferinnen Annina Brandenburg (47,03 m) und Babette Vandeput (46,90 m). 

 

Harald Koken | Geändert: Montag, 22 Februar 2016 11:19

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