Leichtathletik-Verband Nordrhein

18 Medaillen in Ulm

In Ulm hat Bo Kanda Lita Baehre in der U20 erwartungsgemäß den Deutschen Meistertitel im Stabhochsprung geholt. Maximilian Kremser (Solinger LC) setzte sich im 400-Meter-Finale der U18 durch. In der 3x800-Meter-Staffel der Frauen lag das Trio des TSV Bayer 04 Leverkusen vorn. Insgesamt holten die Teilnehmer aus dem Gebiet des LV Nordrhein 18 Medaillen.

 

Seine Mitstreiter hatten ihre Wettkämpfe bereits beendet, als U20-Vizeeuropameister Bo Kanda Lita Baehre seinen ersten Sprung absolvierte. Und mit seinem ersten Sprung über seine Einstiegshöhe (5,20 Meter) stand er als Deutscher U20-Meister fest. 5,30 Meter übersprang der Schützling von Christine Adams anschließend ebenfalls deutlich. Erst bei 5,50 Meter war Endstation. Damit hat Bo Kanda Lita Baehre in diesem Jahr jede nationale Meisterschaft für sich entschieden: die der Aktiven, der Junioren und jetzt den U20-Titel.

Mit einem furiosen Solo sicherte sich Maximilian Kremser (Solinger LC) in flotten 48,16 Sekunden den 400-Meter-Titel der U18. „Da ich auf Bahn sechs gelaufen bin, konnte ich meine härtesten Konkurrenten nicht sehen. Deshalb blieb mir von der Taktik her nichts anderes übrig, als das Rennen offensiv anzugehen“, erklärte der 17-Jährige. „Ich habe damit gerechnet, dass auf den letzten Metern die Konkurrenten noch einmal aufkommen, zum Glück konnte ich dagegenhalten. Ich bin sehr froh, meine Bestzeit noch einmal steigern zu können.“ Auf Platz fünf lief Ben Zapka (TSV Bayer 04 Leverkusen) in 49,92 Sekunden erstmals in seiner Karriere unter die 50-Sekunden-Marke.

Bei den gleichzeitig ausgetragenen Deutschen Meisterschaften der Langstaffeln war das Leverkusener Trio nicht zu schlagen. Rebekka Ackers, Lena Klaassen und Carolin Walter liefen die 3x800-Meter-Staffel in 6:17,87 Minuten und feierten die Goldmedaille. „Es hat richtig Spaß gemacht, mit den beiden zu laufen. Wir haben alles gegeben. Caro ist am Ende noch einmal richtig stark gelaufen“, erklärte Startläuferin Rebekka Ackers und Carolin Walter ergänzte: „Rebekka und Lena haben sehr gut vorgelegt. Ich hatte eine gute Position, als ich den Stab übernommen habe. Endlich haben wir wieder die Mädels aus München geschlagen.“

 

Zweimal Silber für Amelie Dierke

Zweimal U18-Silber sackte Amelie Dierke  (Werdener Turnerbund) ein. Zunächst fehlte ihr in 11,67 Sekunden nur eine Hundertstel zum Titel über 100 Meter. Über die doppelte Distanz brachten 24,37 Sekunden die Vize-Meisterschaft. Annkathrin Hoven (ART Düsseldorf; 24,70 s) erkämpfte hier Platz vier. U20-Europameisterin und Staffel-Weltrekordlerin Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen) musste über 100 Meter nur einer Mitbewerberin den Vortritt lassen. Für sie stoppte die Uhr nach 11,42 Sekunden. Über 200 Meter ließ Jennifer Montag Bronze folgen. Nach 24,02 Sekunden im Vorlauf lief sie im Finale nach 23,73 Sekunden über die Ziellinie - persönliche Bestleistung.

Stark die Auftritte von U20-EM-Teilnehmerin Annina Brandenburg (ART Düsseldorf). Sie schleuderte den Diskus aus 51,51 Meter, was Platz zwei brachte. Im Kugelstoßen hielt sich die Athletin von Uwe Schmidt als Fünfte mit 14,32 Metern achtbar. Über die Vizemeisterschaft jubelte 400-Meter-Hürden-Läuferin Sylvia Schulz nach einer schwierigen Vorbereitung. Anhaltende Hüftbeugerprobleme ließen über mehrere Wochen kaum intensive Trainingseinheiten zu. Umso größer ist jetzt die Freude, nachdem die Athletin von Markus Irrgang erstmals in ihrer Karriere unter der 60-Sekunden-Marke (59,96 s) blieb. „Das war erst mein dritter Lauf über die 400 Meter Hürden in dieser Saison. Das war einfach ein sehr gutes Rennen und ich bin richtig froh gerade. Die verpasste U20-EM war sehr enttäuschend. Dafür ist die Silbermedaille jetzt umso schöner“, resümierte Sylvia Schulz. Anne-Catherine Wasser (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen; 61,56 s) überraschte als Vierte.

 

Maximilian March Deutscher Vize-Meister

Im 110-Meter-Hürdenfinale der U18 sprintete Maximilian March (Team Voreifel) in 13,78 Sekunden auf den Silberrang. Tim Eikermann (Eintracht Duisburg; 14,23 s) holte Platz vier. Paula Schneiders (LAZ Mönchengladbach; 4:36,42 min) sorgte im 1.500-Meter-Finale der U18 für das Tempo und wurde mit dem Vize-Meistertitel belohnt. Verena Meisl (Turnerschaft Mülheim-Saarn; 4:46,27 min) folgte als Vierte. Hochsprung-Vorjahressieger Remo Cagliesi (TLV Germania Überruhr) ließ sich als Vize-Meister nach übersprungenen 2,09 Metern ganz zum Schluss noch den Sieg entreißen. Sein Trainingspartner Kolodziej Jakob (TSV Viktoria Mülheim) überraschte mit 2,03 Metern als DM-Dritter. Lea Halmans (SV Sonsbeck) flog im Weitsprung auf 6,13 Meter und strich damit viel umjubeltes Bronze ein.

Berit Scheid (TSV Bayer 04 Leverkusen) erkämpfte in 4:39,86 Minuten Rang drei. Sarah Schmitz (ASV Köln; 4:41,31 min) gefiel als Fünfte. Simon Heweling (Weseler TV) gab als 200-Meter-Dritter in 21,53 Sekunden eine starke Vorstellung. Ebenso Moritz Ringk (SC Myhl LA), der sich als Dritter über 400 Meter Hürden auf 53,91 Sekunden steigerte. Philipp Ippen, Kieron Ludwig, Pascal Lewandowski und Ole Grammann sicherten der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen mit 42,04 Sekunden über 4x100 Meter Staffel-Bronze. Hammerwerferin Johanna Giersch (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen; 50,93 m) freute sich über Platz fünf im Hammerwurf, ebenso Felix Füermann (TSV Bayer 04 Leverkusen; 60,65 m) im Speerwurf und Nick Kämpgen (LAZ Mönchengladbach; 4:08,88  min) über 1.500 Meter. Johanna Sonnabend (TuS Wesseling; 1,68 m) war fünftbeste Hochspringerin, Jana Rokitta (Wuppertaler Sportverein; 11,93 m) fünftbeste Dreispringerin. Paul Lohmar, Thorben Könemund, Joel Cacutalua und Paul Wischnewski vom TSV Bayer 04 Leverkusen kamen über 4x100 Meter auf 43,09 Sekunden und Platz fünf. Isabel Schauerte (TuS 08 Lintorf 14,09 s) und Bjarna Liv Lakämper (14,16 s) wurden Hürdensprint-Sechste, Sean Roth (beide TSV Bayer 04 Leverkusen; 4,70 m) und Lena Neuschäfer (TV Angermund; 3,40 m) Stabhochsprung-Sechste.

 

Harald Koken | Montag, 07 August 2017 00:00

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