Leichtathletik-Verband Nordrhein

Jugend-Camps in Ronneburg mit neuem Konzept - das große Ziel „Berlin EM 2018"

Vom 23. bis 27. Oktober 2017 fanden die diesjährigen „Jugend-Camps“ des LV Nordrhein im hessischen Ronneburg statt. Jugend-Camps? Der geneigte Beobachter der traditionsreichen Maßnahmen des Jugendausschusses, die früher einmal Schülerauswahllager hießen, dürfte sich über den Plural wundern. Aber fangen wir vorne an:

 

Am 23. Oktober 2017 trafen sich in den frühen Morgenstunden 28 Leichtathletinnen und Leichtathleten der Altersklasse M/W 14 in Duisburg, hinzu kamen 23 ältere Jugendliche, die zum größten Teil schon in den Vorjahren bei Jugend-Camps dabei gewesen waren. Begleitet wurden Sie von den sechs Betreuern Imke Sumfleth (Essen), Johannes Gathen (Mönchengladbach), Detlef Franz (Erkelenz), Thorsten Schönenbrücher (Siegen), Jan Pablo Oehl (Köln) und Tim Husel (Essen). 

Für die Athleten des Jahrgangs 2003 begann die Fahrt mit einer Überraschung. Sie wurden - anders als in den Vorjahren - in vier Teams eingeteilt, welche die gesamte Woche in Challenges gegeneinander antraten. Diese umfassten vor allen Dingen team-bildende, an die Leichtathletik angelehnte Aufgaben und Spiele im Anschluss an vielfältige Workshops, die sich mit Verletzungen, Ernährung, Anti-Doping, Leistungssport und Regelkunde befassten. Zu Beginn der Woche legten die Teams „grün“ und „gelb“ sehr stark los, im Anschluss übernahm aber Team „rot“ die Spitze. Vor dem abschließenden Flutlicht-Team-Wettkampf mit Musik und Moderation war noch alles möglich. Hauchdünn - und damit hatten die sieben Athleten vermutlich am wenigsten selbst gerechnet - siegte am Ende Team „blau“. Wir gratulieren an dieser Stelle Nico Scholzen (Moerser SC), Tim Haufe (Wuppertaler Sportverein), Gerrit Vißer (LAZ Rhede), Paula Müller (Weseler TV), Fynn Bastian (Aachener TG), Hanna Bätz (LG Remscheid) und Jeremias Lambertz (ASV Süchteln). Und was gab es zu gewinnen? 

Hierfür war u.a. das schwarze Team „Berlin“ des Jugend-Camps 2.0 zuständig, welches zwar auch einige praktische, teambildende Spiele und Aufgaben erledigte, dessen Schwerpunkt aber auf einer besonderen Aufgabe lag: Gemeinsam wurde ein Camp am Rande der Europameisterschaften organisiert. Während der Verband im Vorhinein für Tickets und eine Unterkunft gesorgt hatte, musste alles andere noch geplant werden

  • Wie sieht unser Programm aus?
  • Was machen wir in Berlin außer Stadionbesuchen?
  • Wie kommen wir eigentlich nach Berlin und wie bewegen wir uns in der Hauptstadt fort?
  • Wie werden wir deutlich erkennbar und auffällig? Schlachtrufe? T-Shirts? Choreographien?
  • Was können wir im Sport vor Ort organisieren? Athleten-Talks? Backstage-Führungen?
  • Wer betreut uns da eigentlich?

 

Auf diese und weitere Fragen wurden Antworten gefunden, die nun vom Jugendausschuss anhand eines Konzeptpapiers, welches die Camp-Teilnehmer erstellt haben, praktisch umgesetzt wird.

Die Plätze für das Camp „Berlin 2018“ sind begrenzt und werden sich aus drei Gruppen zusammensetzen:

1.) Die Planungsgruppe „Jugend-Camp 2.0“, die in Ronneburg die Vorbereitungen durchgeführt hat

2.) eine Gruppe von Jugendlichen, die sich im Rahmen der LVN-Hallenmeisterschaften U18/U20 ein Vorkaufsrecht auf einen Platz im Rahmen eines Gewinnspiels sichert.

3.) Das Team „blau“, welches sich durch den Sieg in Ronneburg ebenfalls das Vorkaufsrecht erspielt hat.

 

Insgesamt darf man auf ein erfolgreiches und abwechslungsreiches Camp 2017 zurückblicken, welches oft doch so war wie zuvor: „ein Camp“, dieses Jahr nur mit mehreren Ausrichtungen.

Bildergalerie

 

Tim Husel | Geändert: Dienstag, 07 November 2017 11:42