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Leichtathletik-Verband Nordrhein

Interview mit Mittelstreckenläuferin Konstanze Klosterhalfen

Konstanze Klosterhalfen
Foto(s): Wolfgang Birkenstock

Nach einem unglaublich starken und perfekten Jahr 2016, in dem sie mit neunzehn Jahren schon unzählige deutsche Rekorde aufstellen konnte, berichtet Konstanze Klosterhalfen über ihre erste Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

 

Wie waren für dich die ersten Olympischen Spiele?
„Meine ersten Olympischen Spiele waren ein riesen Erlebnis und eine unbeschreibliche Zeit, an die ich sicher noch oft denken werde.“ 

Gab es für dich einen schönsten Moment in Rio de Janeiro?

„Das ist schwer zu sagen, weil so viel passiert ist und neben Olympia auch das Land an sich so beeindruckend ist. Aber ich denke der Moment, das erste Mal an der Startlinie bei Olympischen Spielen zu stehen, war schon ganz besonders!“

Welche Eindrücke hast du dort speziell gesammelt?
„Die besten Athleten der Welt zu treffen und die Dimension Olympia waren auf jeden Fall neue Eindrücke. Auch kulturell habe ich ein neues Land kennengelernt, in dem wunderschöne Panoramen, Lebensfreude und Armut sehr dicht beieinander liegen.“

Wie war die Stimmung unter den Athleten?
„Ich habe einige neue Athleten und Sportarten kennengelernt. Die Atmosphäre im olympischen Dorf fand ich toll, besonders in der riesigen Mensa.“

Hast du bei deinem Rennen selbst überhaupt die Atmosphäre mitbekommen?
„Beim ersten Rennen war das Stadion noch nicht sehr voll, da konnte ich meine Familie hören, das war auch sehr schön. Beim zweiten Rennen war das Stadion ausverkauft, da spürt man die Atmosphäre, auch im Fokus auf den Wettkampf.“

Wie kann man sich das deutsche Haus vorstellen?
„Das deutsche Haus war ein super schönes Beachhaus am Strand. Dort war immer etwas los. Es gab deutsches Essen, frisch zubereitet, und die Medaillengewinner wurden am Abend empfangen und gefeiert.“

Was hast du an deinen freien Tagen gemacht?
„Nach meinen Rennen habe ich versucht noch alles mitzunehmen, die typischen Sehenswürdigkeiten wie die Christusstatue oder den Zuckerhut und auch andere Sportarten wie Beachvolleyball, rhythmische Sportgymnastik und Turmspringen konnte ich noch sehen. Meine Familie habe ich noch an der Copacabana besucht.“

Was nimmst du aus deinem 1500-Meter-Rennen mit in die nächste Saison?
„Ich denke, ich kann aus so einem großen internationalen Wettkampf viel für die nächsten Rennen mitnehmen, auf jeden Fall ganz viel Motivation.“

Gab es ein bestimmtes Erlebnis, das du niemals vergessen wirst?
„Nach dem Zwischenlauf habe ich mit Dibaba gesprochen, das werde ich sicher nicht vergessen. Sie hätte mir dann fast ihre Startnummer gegeben, bis ihr einfiel, dass sie die noch für das Finale benötigte.“

 

Deine Ziele für die nächsten Jahre?
„Gesund bleiben, mich weiterentwickeln und steigern. Und dann vielleicht noch einmal das olympische Flair spüren dürfen.“

 

Maureen Luginger | Geändert: Dienstag, 04 Oktober 2016 09:48